Geschichte
Jahr −568: Gründung
Mukerabesch wurde vor 568 Jahren gegründet, als Ätyrer die südlichen Meere erforschten und einige Inselgruppen entdeckten. Die Seefahrer ahnten nicht, dass sie auf einen neuen Kontinent gestoßen waren – diese Frage ist bis heute unklar.
Jahr −501: Yuanbekischer Angriff
Als man 60 Jahre nach der Gründung in der Nähe des 100-köpfigen Außenpostens auf Gold stieß, zog dies viele Menschen an. Im Jahr 501 eroberte eine kleinere Flotte des yuanbekischen Kaiserreiches die Stadt. Die ätyrische Antwort ließ nicht lange auf sich warten, und es kam zu einem langjährigen Krieg, dessen Grausamkeit seinesgleichen sucht.
Jahr −483: Verseuchte Goldadern
Die Goldadern Mukerabeschs wurden im Laufe des Krieges von ätyrischen Zauberern dämonisch verseucht. Durch den Verlust der Goldadern und den langen Krieg verfiel die Stadt wieder zu einem Außenposten. Einziger Hoffnungsschimmer: die Lykratosmuscheln in den nahen Riffen, deren dunkle Perlen sich gut verkaufen ließen.
Jahr −430: Isogyrische Händler und Muschelfarmen
Die Bewohner erkannten, dass die in Yuan und Ätyrien eher minderwertig geltenden dunklen Lykratosperlen in Isogyrien einen wesentlich höheren Preis erzielten – wegen ihrer besonderen Eignung für nekromantische Kräfte. Isogyrische Händler siedelten sich an, bauten Muschelfarmen und entdeckten unterirdische Seen mit Schwefelquellen, in denen sie eine besondere Muschelvariante züchteten. Um Jahr 380 war Mukerabesch zu einer kleinen, wohlhabenden Stadt herangewachsen.
Jahr −350: Zuflucht für Flüchtlinge und Verbannte
Aufgrund ihrer exponierten Lage wurde die Stadt zum Anziehungspunkt für Flüchtlinge, Verbannte und alle, die sich sonst nirgendwo mehr blicken lassen konnten. Berühmtester Emigrant war der toranische Ex-Imperator Philodemus Aqurius Mercenarius, „der Söldner", der im Jahr 344 vom Senat verbannt wurde.
Jahr −332: Toranische Übernahme
Rund 12 Jahre nach seiner Verbannung leitete der Ex-Imperator die Übernahme Mukerabeschs durch die Toraner ein, wodurch sein Ruf rehabilitiert wurde. Kurz darauf wurde er wegen Mordes an Senatoren erneut gesucht und musste untertauchen – er soll noch heute in Mukerabesch leben.
Jahr −261: Mogul Haraschnabul
Die Toraner besetzten die Stadt über 70 Jahre, bauten Aquädukte und legten eine umfassende Kanalisation an. Im Jahr 261 verdrängte der Mogul Abdul al Haraschnabul die Toraner und machte die Stadt zu seiner Residenz. Er erwies sich als Schreckensherrscher – seine Foltermethoden und magischen Kräfte sind bis heute legendär. Viele seiner Artefakte und Einrichtungen sind verloren gegangen oder in ihrer Funktion nicht mehr bekannt. Schließlich engagierten die Bürger die berühmte Attentäterin Silbermond aus Yuan, und der Mogul schlief für immer ein.
Jahr −220: Die Seewölfe
Gegen Ende des Jahrhunderts erreichte die Piraterie in den Hoheitsgewässern von Toras ihren Höhepunkt. Die Piratenhorde „die Seewölfe" erkor Mukerabesch zu ihrem Hauptsitz. Nach über 20 Jahren zählte die Flotte mehr als 20 Schiffe. Die Seewölfe boten jedem Piratenschiff einen sicheren Ankerplatz, wodurch sich Mukerabesch zum Piratentreffpunkt der ganzen Welt entwickelte.
Als die Piraten ein Mitglied der toranischen Kaiserfamilie entführten, beschloss der Senat im Jahr 198 eine Strafexpedition. Die Flotte bombardierte die Stadt tagelang und griff mehrmals an, musste sich aber nach Hinterhaltsgefechten der Bürger jeweils zurückziehen. Nach zwei Monaten, als drei Schiffe auf mysteriöse Art versanken, entschied sich die Flotte zum Rückzug.
Jahr −150: Kodex Piraticus
Nach der toranischen Attacke erholte sich die Stadt fast ein Jahrhundert lang. In dieser Zeit entstand der Kodex Piraticus – ein Regelwerk, auf das jeder Pirat einen Schwur ablegen musste. Er regelte, welche Schiffe unter welchen Voraussetzungen ankern durften, und enthält eine Hilfeleistungspflicht aller Piraten, falls Mukerabesch angegriffen wird. Mukerabesch wurde noch öfter angegriffen, konnte sich aber stets verteidigen. Der Kodex existiert bis heute als einziges geltendes Regelwerk der Stadt.
Jahr −100: Artefakte und der Dschungel
Eine ätyrische Expedition entdeckte im Jahr 112 einen verlassenen Tempel und barg Artefakte. Seitdem starteten viele Expeditionen – aber nur wenige Teilnehmer kehrten zurück. Der Mukerabesch-Dschungel gilt als äußerst gefährlich; selbst hocherfahrene Kämpfer haben Mühe, ihn zu durchqueren. Es gibt viele verlassene Tempelstädte, deren Erbauer unbekannt sind – erwiesen ist jedoch, dass es dort von Dämonen wimmelt.
Jahr −79: Dämonenplage
Im Jahr 79 wurde Mukerabesch von einer Dämonenplage heimgesucht. Seit dieser Zeit leben einige Mutanten in der Stadt.
Heute
Die Stadt ist heute eine sehr mächtige Handelsmetropole und gilt als Schmelztiegel der Völker.