· Regelwerk der Magie

Machtfokus

Der Machtfokus des Zauberkundigen ist das Medium zur Kanalisation und Verstärkung seiner geistigen Kraft. Er besteht aus dem Kristall der Seelen und wird in der Regel zu einem kunstvollen faustgroßen Edelstein geschliffen. Damit die Magie ungehindert fließen kann muss er während der Zauberanwendung frei und offen getragen werden. Der Träger kann die Position seines Machtfokus durch ein geistiges Band, das beide miteinander vereint, spüren. Fortgeschrittene Zauberer, die mindestens 1 Gebiet der Klasse II beherrschen, können ohne nennenswerten Energieeinsatz den Machtfokus in der Farbe ihrer Seele aufleuchten lassen. Diese Farbe kann sich deshalb auch im Laufe der Entwicklung des Charakters verändern. Mächtige Zauberer, welche zumindest ein Gebiet der Klasse III beherrschen, können den Machtfokus in einer Entfernung von ZRW/2 m psychokinetisch durch die Luft schweben lassen. Die Maximal-GS beträgt dabei ZS km/h. Will der Besitzer seinen Stab lediglich psychokinetisch an sich schnellen lassen, dann ist die GS ZS5 km/h. Die Tragkraft beträgt ZW kg, beim Heranschnellen ZW2 kg.

Verlust des Machtfokus

Ohne seinen Machtfokus sinkt der ZW des Trägers auf 1 und der ZF auf 50%, die restlichen Werte ZS und ZRW auf 25%. Der Seelenstein ist grundsätzlich unzerstörbar, stirbt jedoch sein Träger, dann zerfällt er binnen weniger Tage zu Staub. Wird er zerstört, obwohl der Träger noch am Leben ist, so durchzuckt dessen Herz ein Todeschmerz. Bei einer 1–6 auf dem W20 kommt der Magiebegabte mit dem Schock seines Lebens davon, bei 7–15 verliert der Magiebegabte 1 ME permanent, bei 16–19 verliert der Magiebegabte 1W6 ME permanent und bei einer 20 stirbt der Magiebegabte auf der Stelle! Wenn er nicht gestorben ist kann sich der Magiebegabte daraufhin einen neuen Machtfokus suchen.

Trageformen des Machtfokus

Insignie der Macht: Der Machtfokus wird in einer Insignie der Zauberei eingearbeitet und erhält dadurch besondere Boni. Eine Insignie sind große Gegenstände wie z. B. ein Zauberstab, wobei der Gegenstand, außer seiner magischen Fähigkeiten, ansonsten nicht als Waffe zu gebrauchen ist. Diese Gegenstände sind so kennzeichnend, dass sie den Träger unverwechselbar als magisch begabt auszeichnen. Mit einer einfachen Zauberkundeprobe können selbst Laien diesen Umstand erkennen. Träger von Insignien sind jedoch üblicherweise stolz auf ihren Stand und stellen deshalb ihren Machtfokus offen zur Abschreckung zur Schau. Weiters muss der Zauberwirker über diesen Gegenstand seine Macht konzentrieren, um den Bonus zu erhalten — er benötigt dazu wie bei einer Zweihandwaffe beide Hände. Insignien der Macht finden sich in der Waffenkammer.

Zauberwaffe: Der Machtfokus kann auch in eine Nahkampfwaffe, nicht jedoch in eine Fernkampfwaffe oder in einem Schild (auch nicht den als Waffe geltenden Panzerarm), eingearbeitet werden und erhält dadurch einen Bonus zusätzlich zu den Eigenschaften und Fähigkeiten der auserwählten Waffe. Die in Waffen eingearbeitete Form der Machtfoki ähnelt der der Waffensteine, benötigt jedoch noch weitere unverkennbare Verzierungen und Bearbeitung. Von Laien können diese mit einer Zauberkundeprobe erschwert um 50 erkannt werden, sofern sie die Waffe zu oder ins Gesicht bekommen. Zauberwaffen finden sich in der Waffenkammer.

Freie Trageweise: Der Machtfokus kann auch versteckt in einem Zier- oder Kleidungsgegenstand eingearbeitet sein, oder einfach nur als Edelstein getragen werden. Im Falle der Magieanwendung muss dieser jedoch wie üblich zum Magiefluss in die gewünschte Richtung offen stehen. Geschliffene Machtsteine an sich sind nur von Experten ohne weiteres als solche eindeutig erkennbar.

Wenn der Träger sinnvollerweise seinen Machtfokus stets aktionsbereit und getarnt an der Kleidung bzw. bei sich tragen möchte, z. B. als vermeintlich nicht magischer Händler in einer Brosche um den Hals als Ziergegenstand, dann ist der Träger als Magiewirker nur schwer zu erkennen. Es benötigt eine Zauberkundeprobe erschwert um 50 + Schleichenendwert/2 des Trägers.

Frei getragene Machtfoki lassen sich zwar unkompliziert verstecken, sind in ihrer Anwendung aber problematischer und geben einen Malus von ZW-1, ZF-2, ZS-2, ZRW-3, ME-4.